Von Bagdad nach Stambul

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Kurt Altherr
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Von Bagdad nach Stambul

Beitrag von Kurt Altherr » 26.8.2006, 22:46

In Band 3 der Gesammelten Werke Karl Mays "Von Bagdad nach Stambul" ist folgender Satz nachzulesen:

"Der Schiit glaubt, daß ein jeder Moslem, dessen Leiche in Kerbala oder Nedschef Ali begraben wird, ohne alle weiteren Hindernisse sofort in das Paradies komme. Darum ist es der heißeste Wunsch eine jeden, an einem dieser beiden Orte begraben zu sein."

Karl May der diese Episode 1882/83 für den "Deutschen Hausschatz" verfasste, bediente sich zu jener Zeit bestimmter Quellen, die in neuerer Zeit durchaus nicht mehr aktuell und den tatsächlichen Gegebenheiten entsprechen können.

Entsprechen die diesbezüglichen Schilderungen Karl Mays den tatsächlichen Gegebenheiten?
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sven.becker.kiel
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Beitrag von sven.becker.kiel » 27.9.2006, 11:38

Hallo Kurt,

hier nur drei google-Fundstellen, die zu bestätigen scheinen,
dass Karl Mays Schilderung noch aktuell sind. Es kann natürlich
sein, dass bis auf den heutigen Tag eine fehlerhafte oder nicht mehr
zutreffende Schilderung der Verhältnisse kolportiert wird:

a)
Nach Überlieferung der Schiiten kommen alle Gläubigen, die in den Wallfahrtsorten Nadschaf und Kerbela begraben sind, am Tag des Jüngsten Gerichts ins Paradies. (dpa)
http://www.pnp.de/news/irak-news/lexikon/kerbela.htm

b)
33. Die Schiiten wünschen in der Nähe der Begräbnisstätten ihrer heiligen Imame begraben zu werden, weil das garantiert, unmittelbar ins Paradies zu kommen.
http://wortschatz.informatik.uni-leipzi ... iiten.html

c)
Heute sind Schiiten davon überzeugt, dass alle Gläubigen, die in Kerbela oder Nadschaf begraben sind, am Tag des Jüngsten Gerichts ins Paradies kommen werden.
http://www.taz.de/pt/2003/03/25/a0120.1/text.ges,1

Gruß aus Altenholz

Sven
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