Endlich Wohlgschaft Biographie erschienen

Nscho-tschi
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Beitrag von Nscho-tschi » 6.9.2007, 18:54

Hallo May-Freunde,

Karl Mays „Glaubensbekenntnis“ von 1906 enthält, wie es bei Hermann Wohlgschaft (Band III, S. 1562) heißt, „ungewohnte Formulierungen“.

Wohlgschaft schreibt: „Sehr auffällig ist die Differenz zum offiziellen Credo im Gottesmutter-Artikel des May-Textes. Maria, die Mutter des Herrn, wird namentlich hier nicht genannt. Da die ‚Geburt des Gottesgedankens’ im menschlichen Herzen ja nicht erst mit dem Auftritt Marias in Galiläa erfolgte, dürfte May an die historische Maria, zunächst, überhaupt nicht gedacht haben. Nicht das Mädchen von Nazareth wird er mit der ‚himmlischen Liebe’ gemeint haben, sondern das ‚mütterliche Prinzip’ in seiner universalen Bedeutung: als Symbol des Göttlichen selbst.“

Karl May hat es sich also getraut, in einer katholischen Zeitung ein „Glaubensbekenntnis“ zu veröffentlichen, das nicht in allen Punkten der offiziellen Lehre entspricht.

Einen schönen Tag wünscht
Nscho-tschi
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Rene Grießbach
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Beitrag von Rene Grießbach » 6.9.2007, 19:37

Hallo Kurt Altherr,
der Hinweis mit den Mormonen ist richtig, bzgl der Feststellung , dass sie von May stets negativ geschildert wurden. Könnte man vielleicht sogar mit dem Sprichwort "Ausnahmen bestätigen die Regel" abtun.
Allerdings widerspreche ich der These, dass Karl May gegen die Mormonen gehetzt habe, so jedenfalls fasse ich den Satz mit der evangelisch-lutherischen Kirche auf.
Und inwiefern diese hetzt oder nicht, weiß ich nicht. Damit habe ich mich offen gestanden noch nie befasst.
Gruß R. Grießbach
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Beitrag von Kurt Altherr » 6.9.2007, 20:19

Hallo Herr Grießbach,

der Bezug auf die evangelisch-lutherischen Kirche war mehr gegenwartsbezogen, weniger auf Karl May. Sorry.

In meiner eigentlichen Heimatstadt wurde vor 20 Jahren ein Mormonentempel errichtet. Während viele meiner Mitbürger die Aufnahme der Mormonen durchaus als Bereicherung auffassen, lässt die evangelisch-lutherische Kirche nichts unversucht, über die Mormonen stets "aufklären" zu müssen. Die katholische Kirche ist da wesentlich toleranter.

Viele Grüße
Kurt Altherr
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Helmut
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Beitrag von Helmut » 6.9.2007, 22:05

Kurt Altherr hat geschrieben:Hallo Herr Grießbach,

der Bezug auf die evangelisch-lutherischen Kirche war mehr gegenwartsbezogen, weniger auf Karl May. Sorry.

In meiner eigentlichen Heimatstadt wurde vor 20 Jahren ein Mormonentempel errichtet. Während viele meiner Mitbürger die Aufnahme der Mormonen durchaus als Bereicherung auffassen, lässt die evangelisch-lutherische Kirche nichts unversucht, über die Mormonen stets "aufklären" zu müssen. Die katholische Kirche ist da wesentlich toleranter.

Viele Grüße
Kurt Altherr

Nur schade, dass Josef Ratzinger davon nichts weiß, sonst wäre die letzte Stellungnahme des Vatikans zu den anderen "Kirchen" wahrscheinlich auch wesentlich toleranter ausgefallen.

:wink:

Helmut
Hermann Wohlgschaft
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Beitrag von Hermann Wohlgschaft » 6.9.2007, 22:33

Zur religiösen Toleranz Karl Mays: An E. Wehmeyer, den Leiter einer Blindenanstalt, schrieb May am 29. 5. 1904: „Sie bezeichnen mich als Katholik und sich als Protestant. Für mich giebt es beides NICHT! Ich bin Christ, einfach Christ, weiter nichts! (…) Ich habe die Stätten, an denen er (Christus) lebte und litt, wiederholt besucht, und ich kenne die dortigen Verhältnisse, von damals und von jetzt. Darum begreife ich ihn. Ich glaube NUR an ihn. Er ALLEIN ist mir maßgebend, kein Anderer.“

Dazu bemerkte ich in der Biographie (Bd. III, S. 1558): „Nicht einer bestimmten Konfession (evangelisch-lutherisch, römisch-katholisch, griechisch-orthodox usw.), aber doch einer bestimmten Religion – eben der christlichen – fühlte May sich zugehörig.“

Zu den Mormonen: Ich glaube nicht, dass May pauschal die Mormonen verurteilen wollte. Es ging ihm grundsätzlich um die Unterscheidung von ›wahrer‹ (d. h. lebensfreundlicher) ›Herzens‹-Religion und ›falscher‹ (d. h. lebensfeindlicher) ›Schein‹-Religion, die irgendwelche Gesetze und Vorschriften höher stellt als als das Wohl der Menschen.

Als Vertreter der Pseudo-Religion dienten May gelegentlich Katholiken (in ›Scepter und Hammer‹/›Die Juweleninsel‹), in anderen Fällen die Taki-Kurden (in den Schlussbänden des ›Silberlöwen‹) oder die muslimischen Fundamentalisten (in den ›Mahdi‹-Bänden) oder eben die Mormonen (in ›Satan und Ischariot‹). Ich bin mir sicher, dass in manchen May-Büchern auch Protestanten als Vertreter einer scheinheiligen Pseudoreligion auftauchen. Mir fällt jetzt nur so auf die Schnelle kein konkretes Beispiel ein.
marlies

Beitrag von marlies » 7.9.2007, 4:34

Good morning

schnip>>>aber doch einer bestimmten Religion – eben der christlichen – fühlte May sich zugehörig<<<schnap

(underline mine)

welche wiederum vom gleichen Ur-Belief-System (laengstens von den Patriarchen der Antike erloescht) abstammte wie das Judentum und die Islamische Glaubensrichtung (z.B.). Logisch ist das schon, wir Menschen sind zum groessten Teil Herdentiere (darf man das sagen? ich will mich nicht schon wieder falsch ausdruecken ... :-) ) wir brauchen eine gewisse 'Zusammengehoerigkeit' - auch in der Glaubensrichtung. Er war in Deutschland geboren und deswegen auch 'Christlich' imprinted. Er haette unmoeglich auf eine Chinesische Glaubensrichtung hin imprinted werden koennen. Es ist etwas aehnlich wie mit dem kleinen 'Duckling' - das erste 'lebende Ding' die baby Ente sieht, sieht es als seinen 'Mutter' an. <smile> es ist nur als parabel gemeint. Aber so aehnlich geht doch die 'identification' mit einer Glaubensrichtung (sorry, das Wort 'Religion' sitzt mir nicht gut - it's a personal thing).

schnip>>>Es ging ihm grundsätzlich um die Unterscheidung von ›wahrer‹ (d. h. lebensfreundlicher) ›Herzens‹-Religion und ›falscher‹ (d. h. lebensfeindlicher) ›Schein‹-Religion, die irgendwelche Gesetze und Vorschriften höher stellt als als das Wohl der Menschen.<<<schnap

und abgesehen von seinen Plot-diktierten Schwankungen zwischen den 'Boesen' und den 'Guten' Vertretern von der einen oder anderen Glaubensrichtung (wie er das mit manchem gemacht hat - wie dem Halbblut/Mestize) hat er auch erkannt, und es gesagt, dass er unter Heiden (Leuten ohne Religion wie wir sie sehen) bessere 'Christen' traf als unter den 'Christen' (der genauge Wortlaut entgeht mir gerade. Auch konnte ich es auf die Schnelle nicht in der Werks-CD finden - wenn jemand da aushelfen kann?) ... anyway ... das heisst fuer mich dass May mehr Wert darauf legte dass ein jeder Mensch dem anderen Mensch nicht zum Teufel wird (a la Ardistan & Dschinnistan), sondern zum Engel (ob Heide, Christ, Buddhist oder was auch immer) ... nie jemandem zum Nachteil werden, sondern immer darauf aus zu sein dem Mitmenschen zum Vorteil zu sein (wie sich selber) - liebe deinen Naechsten wie dich selber - ohne Unterschied, und hat die 'Religions-Sprache' dazu benuetzt das mitzuteilen - mit mehr oder minder verstaendlichem Result.

Die Christ-Consciousness ist eine gewaltige Life-force und nicht nur auf's 'Christentum' bezogen. Es ist Love-Eternal und geht ueber alle irdisch entstandenen Religionen hinaus. Und der 'jung man of middle-eastern appearance' hatte das verstanden, und das ist es was er 'predigte' - diese 'Christ-Consciousness' gehoert nicht schubladisiert in eine 'Religion' sondern zu allem und allen. Uebrigens war Jesus kein Christ sondern Jude (wie Buddha auch kein Buddhist war, oder Muhamed war auch kein Muhamedaner).
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Beitrag von rodger » 7.9.2007, 9:20

Er war in Deutschland geboren und deswegen auch 'Christlich' imprinted. Er haette unmoeglich auf eine Chinesische Glaubensrichtung hin imprinted werden koennen. Es ist etwas aehnlich wie mit dem kleinen 'Duckling' - das erste 'lebende Ding' die baby Ente sieht, sieht es als seinen 'Mutter' an. <smile> es ist nur als parabel gemeint. Aber so aehnlich geht doch die 'identification' mit einer Glaubensrichtung (sorry, das Wort 'Religion' sitzt mir nicht gut - it's a personal thing).
Ein Mann wie du bleibt da nicht stehen, wo der Zufall der Geburt ihn hingeworfen: oder wenn er bleibt, bleibt er aus Einsicht, Gründen, Wahl des Bessern.

(Lessing, Nathan der Weise)

*

(Da hat sich offenbar Kleist 1799 in einem Brief bedient, wie ich gerade googelnderweise feststellte:

„Ein freier, denkender Mensch bleibt da nicht stehen, wo der Zufall ihn hinstößt; oder wenn er bleibt, so bleibt er aus Gründen, aus Wahl des Bessern.“)
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rodger
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Beitrag von rodger » 7.9.2007, 9:30

hat er auch erkannt, und es gesagt, dass er unter Heiden (Leuten ohne Religion wie wir sie sehen) bessere 'Christen' traf als unter den 'Christen' (der genauge Wortlaut entgeht mir gerade. Auch konnte ich es auf die Schnelle nicht in der Werks-CD finden
"An diesen Weihnachtstagen löschten heilige Flammen in mir aus, Lichter, die mir wert gewesen waren. Ich lernte zwischen Christentum und seinen Bekennern unterscheiden. Ich hatte Christen kennengelernt, die unchristlicher gegen mich verfahren waren, als Juden, Türken und Heiden verfahren würden."

steht in "Mein Leben und Streben". Allerdings dürfte das bei weitem nicht die einzige entsprechende Stelle sein.
marlies

Beitrag von marlies » 7.9.2007, 10:42

Good evening

den im L&S hab ich auch gefunden ... mir kommts vor als ob ich eine der anderen Passagen im Kopf habe ... never mind ... die obige ist gut genug.

May glaubte nicht an 'Zufall' - auch ist er nicht stehengeblieben. Er sah sich schlussendlich als einen Christen - aber einen WAHREN Christen der alles umfasste - 'frei' - nicht als ein Mitglied einer organisation wie die welche der liebe Juenger Peter (und ein paar andere) als die Christliche 'Religion' gruendete - anno dazumal ... (noch gar nicht so lange her eigentlich ...)
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Helmut
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Beitrag von Helmut » 7.9.2007, 12:04

Hermann Wohlgschaft hat geschrieben: Ich bin mir sicher, dass in manchen May-Büchern auch Protestanten als Vertreter einer scheinheiligen Pseudoreligion auftauchen. Mir fällt jetzt nur so auf die Schnelle kein konkretes Beispiel ein.

z.B. im "Sendador" am Anfang des 2. Teil "Der Schatz der Inkas", allerdings nur in der "Hausschatz"-Fassung. Für die Fehsenfeld-Fassung hat er dies dann gestrichen, Opportunist der er war (könnte man böswillig sagen).

Helmut
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Beitrag von rodger » 7.9.2007, 12:07

Opportunist der er war (könnte man böswillig sagen)
Opportunist der Du bist, hast Du unnötigerweise diesen Klammer-Zusatz angefügt ...

:wink:
Hermann Wohlgschaft
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Beitrag von Hermann Wohlgschaft » 7.9.2007, 18:44

Noch zu Mays ›Glaubensbekenntnis‹ (1906/07) und Nscho-tschis letztem Eintrag: Es hat mich eigentlich immer ein bisschen gewundert, dass die katholische ›Donau-Zeitung‹ Mays Text publiziert hat. Die persönlichen Kontakte unseres Autors mit dem Chefredakteur dieser Zeitung, Heinrich Wagner, müssen ungewöhnlich gut gewesen sein.

Mays Bekenntnis enthält mehrere Formulierungen, die damals (und für viele Christen noch heute) als ketzerisch galten. In vielen – und wichtigen – anderen Punkten freilich entspricht Mays Text der Glaubenstradition aller christlichen Kirchen. May dachte – wie im politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Bereich – auch in theologischer Hinsicht zum einen Teil herkömmlich (›konservativ‹) und zum anderen Teil ›progressiv‹-›modernistisch‹.

Aber ›gemischt‹ und ›eklektisch‹ denken wir, mehr oder weniger, ja wohl alle.

Mit herzlichem Gruß
Hermann Wohlgschaft
marlies

Beitrag von marlies » 8.9.2007, 11:33

Hi Hermann

Es wuerde mich interessieren welches hier

schnap>>>enthält mehrere Formulierungen, die damals (und für viele Christen noch heute) als ketzerisch galten<<<schnip

die Formulierungen 'in question' sind. Ich koennte sie mit Sicherheit nicht praezise isolieren/identifizieren.

thanks

PS: yes - 'gemischt' denken MUESSEN wir sogar - global - universal
Hermann Wohlgschaft
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Beitrag von Hermann Wohlgschaft » 8.9.2007, 16:03

Hallo Marlies,

ich räume ein: In der digital zugänglichen Erstfassung meiner Biographie (S. 674ff.) bleibt es ziemlich in der Schwebe, WELCHE Aussagen in Mays ›Glaubensbekenntnis‹ für das durchschnittliche Glaubensbewusstsein der Katholiken (oder auch der Protestanten) eher ›ketzerisch‹ klingen. In der dreibändigen Neufassung der Biographie drücke ich mich deutlicher aus.

Schon der Artikel 1 in Mays Text enthält eine ungewöhnliche Formulierung: Gott wird als »Vater aller fühlenden Wesen« (also nicht nur der Menschen, sondern auch der Tiere und womöglich der Pflanzen!) bezeichnet. Diese Formulierung widerspricht zwar nicht notwendig einem kirchlichen Dogma, sie findet sich aber weder in der Bibel noch in irgendeinem kirchlichen Lehrdokument (soweit mir diese Dokumente bekannt sind).

Im Artikel 2 wird der Begriff »Gottesmutter« in einer Weise uminterpretiert, die dem normalen christlichen Glaubensbewusstsein sehr fremd ist. Mays Text könnte – m. E. – für Christen eine Hilfe sein, ihr Glaubensverständnis zu vertiefen.

Im Artikel 5 wird der Begriff »Kirche« in einem SEHR weiten Sinne verstanden. Der Kirchenbegriff der Päpste, auch des jetzigen Papstes, ist sehr viel enger (siehe Helmuts Eintrag vom 6.9., 22.05 Uhr).

Im Artikel 6 ist von einem »irdischen Paradies« die Rede, das die jenseitige Seligkeit schon vorbereitet. In der Sicht vieler Christen aber sind Himmel und Erde strikt getrennt.

Mein Fazit: Karl May schreibt zwar nichts, was dem traditionellen christlichen Glauben total widersprechen müsste. Er formuliert aber Gedanken, die die dogmatische Enge des Glaubens verlassen und m. E. hilfreich sind. Das gilt nicht nur für ›Mein Glaubensbekenntnis‹, sondern ebenso – und noch mehr – für manche Partien im poetischen Spätwerk.
marlies

Beitrag von marlies » 9.9.2007, 2:05

Hallo Hermann

So sind wirklich zwei Ausdruecke - Irdisches Paradies - und - alle fuehlenden Wesen - die 'ketzerischen' Passagen? (Ich musste das Wort 'ketzerisch' wirklich nachschauen - 'heretic' - also 'Verrat' im weiten Sinne. Ist mit ketzerisch in diesem Sinne gemeint 'Verrat an der Kirche' oder 'Verrat am Schoepfer'?)

Danke fuer die Ausfuehrungen.

Es ist ja gerade die Separation die May erkennt (seinen Worten in seinem Credo nach) welche es ist die uns fast 'verbietet' mit allen anderen irdischen Einwohnern als 'equals' zu leben - die wahre Quelle aller Unruhen und Misverstaendnisse. Ich glaube May hat doch erkannt dass die Aufhebung eben gerade dieser 'Separation', der Erde und ihren Einwohnern als einen grossen Schritt zur Voelkerverstaendigung (und des Verstehens der Verbundenheit des Menschen mit der Natur als ein Ganzes) dienen wuerde. Kirchlich getriebene Separation muss danach in seinen Augen als eine 'negative force' also gegen Voelkerverstaendigung, Friede, Naturverbundenheit etc gewirkt haben.
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