Nummer 10

Der
Gute Kamerad

Spemanns Illustrierte Knaben-Zeitung.

12. März 1887

Der Sohn des Bärenjägers.

Von
K. May


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Das war Freundschaft im Superlativ geschworen! Er rollte dabei die Augen und knirschte mit den Zähnen, um zu zeigen, daß es ihm mit dieser Versicherung ein heiliger Ernst sei. Sie wurde von den Genannten mit Ernst entgegengenommen.

Jetzt hatte man gesagt, was zu sagen gewesen war. Einen Plan zu entwerfen, war nicht möglich, da man ja die Situation der Gefangenen noch nicht kannte. Man mußte aufbrechen, um das Lager der Schoschonen aufzusuchen. Hatte man dasselbe rekognosciert, so konnte man entscheiden, was zu thun sei, eher aber nicht.

Natürlich war der lange Davy außerordentlich ergrimmt, seinen Jemmy in der Gewalt der Roten zu wissen, und Martin fühlte große Sorge um seinen Hobble-Frank. Beide waren bereit, ihr Leben an die Befreiung der beiden zu wagen. Wohkadeh sagte nichts als:

»Wohkadeh wußte es, daß die beiden Bleichgesichter unglücklich sein würden. Er hat sie gewarnt; sie aber wollten nicht auf seine Stimme hören.«

»Und daran haben sie recht gethan,« erklärte Davy. »Wären sie der >Elefantenfährte< nicht gefolgt, so hätten sie den Häuptling der Apachen und Old Shatterhand nicht gefunden. Sie sind zwar dabei in Gefangenschaft geraten, aber wir werden sie wohl herauseisen, und dann haben wir in diesen beiden neuen Freunden zwei Helfer, wie wir sie uns gar nicht besser wünschen können. Also vorwärts jetzt, zu den Schoschonen! Sie sollen heute den langen Davy kennen lernen!«

Es wurde aufgebrochen. So schnell wie möglich ritten die sechs denselben Weg zurück, den sie gekommen waren, die beiden Schluchten abwärts. Am Ausgange der Hauptschlucht bogen sie links nach Norden ein. Sie waren da noch nicht weit gekommen, so hielt Winnetou sein Pferd an. Die anderen thaten natürlich sofort dasselbe.

»Winnetou wird voranreiten,« sagte er. »Meine Brüder mögen mir nicht schneller als im raschen Schritte folgen und dabei alles Geräusch vermeiden. Sie werden alles thun, was Old Shatterhand von ihnen fordert.«

Er stieg ab und beschäftigte sich eine kurze Zeit lang mit den vier Hufen seines Pferdes. Dann setzte er sich wieder auf und galoppierte davon. Das Geräusch, welches sein Pferd dabei verursachte, war kaum zu hören. Es klang nur so leise, so dumpf, wie wenn ein Mensch mit der Faust auf die Erde schlägt. Die übrigen folgten ihm so rasch, wie es sein Wunsch gewesen war.

»Was hat er gemacht?« fragte Davy.

»Habt Ihr nicht gesehen, daß er eben solche Eisen und Pferdeschuhe an seinem Gürtel hängen hat wie ich?« antwortete Old Shatterhand. »Er hat seinem Rappen die Schuhe angeschnallt, um nicht gehört zu werden und vielmehr selber zu hören.«

»Warum das?«

»Die Schoschonen, welche Eure Gefährten gefangen genommen haben, sind nicht auf den Gedanken gekommen, daß die beiden Gefangenen wohl Kameraden in der Nähe haben können. Tokvi-tey aber, der Häuptling der Schoschonen, ist klüger und bedächtiger als seine Krieger. Er wird sich sagen, daß zwei Jäger sich nicht allein in diese gefährliche Gegend wagen werden, und so steht zu erwarten, daß er noch nachträglich Kundschafter aussendet.«

»Pah! Das wäre ja ein ganz und gar unnützes Beginnen. Wie wollen diese Kerls uns in dieser Dunkelheit finden? Sie wissen nicht, wo wir sind, und können auch die Spuren nicht sehen.«

»Euer Name ist als der eines guten Westmannes bekannt, und so muß ich mich über Eure Rede wundern, Master Davy. Die Schoschonen haben hier ihre Jagd- und Weidegründe; die Gegend ist ihnen also bekannt. Oder meint Ihr das nicht?«

»Natürlich!«

»Nun so schließt nur weiter! Werden vorsichtige Jäger, wenn sie sich hier befinden, etwa hier im Freien, im Sande des einstigen Sees kampieren?«

»Auf keinen Fall.«

»Sondern wo?«

»Hier zwischen den Bergen.«

»Also in irgend einem Thale oder einer Schlucht. Nun könnt Ihr aber diese ganze weite Strecke abreiten, so werdet Ihr außer dem alten Wasserlaufe, dem die Schoschonen gefolgt sind, keinen anderen Thaleinschnitt finden als denjenigen, in welchem Ihr Euch auch wirklich gelagert hattet. Dort und eben auch nur dort allein seid Ihr also zu suchen.«

»Verteufelt! Ihr habt recht, Sir. Man merkt doch gleich, daß man mit Old Shatterhand reitet!«

»Meinen Dank für dieses Kompliment, welches aber keines ist, denn das, was ich Euch sage, muß sich jeder sagen, der nur einige Monate lang im Westen gelebt hat. Aber noch weiter: Gefährten pflegen sich in Gegenden, wie die hiesige ist, nur auf ganz kurze Zeit zu trennen. Daraus folgt, daß Ihr nicht sehr entfernt von Jemmy und Frank sein konntet; Euer Lager konnte sich also nicht gar weit von hier in der Schlucht befinden, und da es dort eine Seitenschlucht gibt, welche ein jeder verständige Westmann für den Zweck des Lagerns der Hauptschlucht vorzieht, so wissen die Schoschonen ganz genau, wo sie Euch zu suchen haben. Das, was Ihr


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vorhin für unmöglich hieltet, ist also eigentlich ein Unternehmen, welches gar keine Schwierigkeiten bietet. Das wird der Häuptling der Schoschonen wissen, und das weiß auch Winnetou ganz genau. Darum ist er vorangeritten, um zu verhüten, daß wir von etwaigen Kundschaftern bemerkt werden.«

Davy brummte halblaut vor sich hin und sagte dann:

»Sehr wohl, Sir! Aber nun scheint mir wieder das Unternehmen des Apachen ein ganz aussichtsloses zu sein.«

»Warum?«

»Wie kann er in dieser Dunkelheit etwaige Kundschafter, welche ihm entgegenkommen, bemerken, ohne daß auch sie ihn sehen oder wenigstens hören?«

»So dürft Ihr freilich nicht fragen, wenn von Winnetou die Rede ist. Zunächst hat er ein ausgezeichnetes Pferd, dessen Dressur von einer Vortrefflichkeit ist, von welcher Ihr, wie es scheint, gar keine Ahnung habt. Es hat uns z. B. vorhin am Eingange der Nebenschlucht ganz deutlich gesagt, daß Ihr Euch in derselben befandet, und es wird auch jetzt, zumal wir gegen den Wind reiten, seinen Herrn auf eine sehr ansehnliche Entfernung hin von dem Nahen eines jeden anderen Wesens unterrichten. Sodann kennt Ihr eben den Apachen nicht. Er hat Sinne von der Schärfe eines wilden Tieres, und was Gesicht und Gehör oder Geruch ihm nicht sagen, das merkt er infolge jenes undefinierbaren sechsten Sinnes, welchen nur Leute, die von Jugend auf sich in der Wildnis befanden, besitzen. Es ist eine Art Ahnungsvermögen, eine Art Instinkt, auf welchen jeder, der ihn besitzt, sich so fest verlassen kann wie auf die Augen.«

»Hm, hab' auch ein wenig davon!«

»Ich auch; aber mit Winnetou kann ich mich in dieser Beziehung nicht vergleichen. Ferner müßt Ihr in Berechnung ziehen, daß sein Pferd die Schuhe trägt, während die Schoschonen, falls wirklich einige von ihnen unterwegs wären, sich keine Mühe geben werden, lauten Hufschlag zu vermeiden.«

»Oho! Sie werden doch auch vorsichtig sein!«

»Nein, denn sie werden meinen, daß eine solche Vorsicht in diesem Falle nicht nur überflüssig, sondern sogar schädlich sein werde.«

»Warum schädlich?«

»Weil sie dadurch von der notwendigen Schnelligkeit einbüßen würden. Sie nehmen als sicher an, daß Ihr Euch, auf Eure Gefährten wartend, am Lagerplatze befindet. Sie sind also sicher, hier auf niemand zu stoßen, und werden infolgedessen ihren Pferden nicht den mindesten Zwang anthun.«

»Hm, wenn Ihr einem das in dieser Weise klar macht, so muß man Euch unbedingt beistimmen. Ich will Euch in aller Offenheit sagen, daß ich gar manches durchgemacht und manchem gescheiten Kerl ein Schnippchen geschlagen habe; deshalb war ich immer der Meinung, ein recht kluger alter Knabe zu sein. Jetzt aber muß ich vor Euch klein zugeben. Winnetou sagte vorhin, daß wir uns in Euren Willen fügen sollen; er hat Euch also sozusagen als unseren Anführer proklamiert, und das hat mich im stillen so ein klein bißchen wurmen wollen; nun gebe ich zu, daß er recht gethan hat. Ihr seid uns gar gewaltig überlegen, und ich will mich in Zukunft gern unter Euer Kommando stellen.«

»So ist's nicht gemeint gewesen. In der Prairie haben alle gleiches Recht. Ich maße mir keinen Vorzug an. Jeder dient dem anderen mit seinen Gaben und Erfahrungen, und keiner kann ohne Genehmigung der andern etwas beginnen. So muß es sein, und so werden auch wir es halten.«

»Well! das wird sich finden. Was aber werden wir thun in dem Falle, daß wir Kundschaftern begegnen, Sir?«

»Nun, was meint Ihr?«

»Sie laufen lassen?«

»Meint Ihr?«

»Ja. Sie können uns doch nicht schaden. Wir werden gehandelt haben, bevor sie zurückkehren.«

»Das können wir nicht behaupten. Wenn wir sie vorüberlassen, werden sie die verlassene Lagerstätte und das ausgelöschte Feuer finden.«

»Was schadet das?«

»Sehr viel. Sie werden daraus ersehen, daß wir fort sind, um den Gefangenen Hilfe zu bringen.«

»Meint Ihr wirklich, daß sie das denken werden? Können sie nicht ebensogut meinen, daß wir unseren Ritt fortgesetzt haben?«

»Das auf keinen Fall. Leute, welche Gefährten erwarten, die nicht zurückkommen, reiten nicht weiter; das versteht sich ganz von selbst.«

»So würdet Ihr also die Kundschafter unschädlich machen?«

»Jedenfalls.«

»Töten?«

»Nein. Wißt Ihr, Menschenblut ist eine ungeheuer kostbare Flüssigkeit. Winnetou und Old Shatterhand wissen das ganz genau und haben keinen einzigen Tropfen vergossen, wenn es nicht unbedingt notwendig war. Ich bin ein Freund der Indsmen; ich weiß, wer recht hat, sie oder diejenigen, welche sie immer und immer wieder zwingen, ihre guten Rechte bis aufs Messer zu verteidigen. Der rote Mann kämpft den Verzweiflungskampf; er muß unterliegen; aber ein jeder Schädel eines Indianers, welcher später aus der Erde geackert wird, wird denselben stummen Schrei zum Himmel stoßen, von welchem das vierte Kapitel der Genesis erzählt. Ich schone den Indianer, selbst wenn er mir als Feind entgegentritt, denn ich weiß, daß er von anderen dazu gezwungen wird. Darum kann es mir auch heute nicht einfallen, einen Mord zu begehen.«

»Aber wie wollt Ihr die Schoschonen unschädlich machen, ohne sie zu töten? Einen Kampf wird es, falls sie uns begegnen, auf alle Fälle geben; sie werden sich wehren, mit der Büchse, dem Tomahawk, dem Messer - - -!«

»Pah! Ich wünsche nicht, daß wir mit Feinden zusammentreffen; aber um Eurer Frage willen möchte ich doch, daß sie auf den Gedanken kämen, Kundschafter auszusenden. Ihr würdet dann Gelegenheit haben, zu sehen, wie man sich solcher Leute bemächtigt.«

»Aber wenn's nun ihrer zu viele sind?«

»Das brauchen wir nicht zu besorgen. Viele würden einander nur selbst hinderlich sein. Mehr wie zwei werden nicht ausgesandt, und - - halt, ich glaube, da kommt Winnetou!«

Ohne daß sie ihn gehört hatten, hielt im nächsten Augenblicke Winnetou vor ihnen.

»Kundschafter!« sagte er kurz.

»Wie viele?« fragte Shatterhand.

»Zwei.«

»Gut! Winnetou, Davy und ich, wir bleiben hier. Die anderen reiten schnell hinaus in den Sand; sie nehmen unsere Pferde mit und warten, bis wir rufen.«

Er sprang ab, Davy auch. Winnetou hatte die Zügel seines Pferdes bereits Wohkadeh in die Hand gegeben. In einigen Sekunden waren die drei anderen verschwunden.

»Was thun wir?« fragte Davy.

»Ihr habt nichts zu thun, als aufzupassen,« antwortete Shatterhand. »Lehnt Euch hier an den Baum, daß Ihr nicht zu sehen seid. Horch, sie kommen.«

Er und der Apache hatten ihre Gewehre den Gefährten gleich mit den Pferden übergeben.

»Schi darteh, ni owjeh - ich diesen und du jenen!« sagte der Apache, eine Handbewegung nach rechts und links machend; dann war er nicht mehr zu sehen.

Der lange Davy lehnte sich eng an den erwähnten Baum; kaum zwei Schritte von ihm hatte Shatterhand sich platt auf die Erde gelegt. Die zwei Schoschonen kamen in ziemlich schnellem Tempo heran. Sie sprachen miteinander. Ihr Dialekt bewies, daß sie wirklich Schoschonen seien. Das genügte. Jetzt waren sie da - jetzt vorüber.

Der lange Davy sah, daß Old Shatterhand sich vom Boden erhob und einen kräftigen Anlauf nahm.

»Saritsch - Hund!« rief einer der beiden Kundschafter; ein weiteres Wort fiel nicht.

Die beiden berühmten Männer hatten ihre Opfer und auch deren Pferde fest.

Davy sprang vor. Er sah zwei Männer auf einem Pferde oder vielmehr vier Männer auf zwei Pferden sitzen, die beiden Angreifer hinter den Angegriffenen. Die Pferde scheuten; sie schlugen aus, hinten, vorn, bockten zur Seite - vergebens; die beiden berühmten Männer hatten ihre Opfer und auch deren Pferde fest. Nach kurzem Kampfe zwischen Mensch und Tier waren die Angreifer Sieger; die Pferde standen still. Die Schoschonen hatten sich gleich vom ersten Augenblicke an nicht zu wehren vermocht.

Shatterhand sprang ab, den einen Kundschafter in den Armen; dieser war besinnungslos.


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»Sarki - fertig?« fragte er nach rechts hinüber.

»Sarki - fertig!« antwortete Winnetou herüber.

»Hallo, Leute, kommt herbei.«

Auf diesen lauten Ruf kamen Wohkadeh, Martin und Bob wieder herangeritten.

»Wir haben sie. Sie werden mit den Lariats auf ihre Pferde festgebunden und werden uns begleiten. Auf diese Weise besitzen wir zwei Geiseln, welche uns von Nutzen sein werden.«

Die Schoschonen, denen die Gurgeln zusammengedrückt worden waren, kamen bald wieder zu sich. Sie waren natürlich entwaffnet und an den Händen gefesselt worden. Nun band man sie auf die Pferde, die Hände nach hinten und die Beine unter dem Bauche des Pferdes weg mit dem unzerreißbaren Lasso verbunden. Old Shatterhand sagte ihnen, daß sie beim geringsten Versuche eines Widerstandes getötet werden würden; dann wurde der Ritt fortgesetzt.

Obgleich man die Kundschafter ergriffen hatte, ritt Winnetou wieder voran. Es war das eine Vorsichtsmaßregel, welche der Apache für unbedingt notwendig hielt.

Nach einiger Zeit wurde der einstige Wasserlauf, welchem man links in die Berge hinein zu folgen hatte, erreicht. Die Reiter folgten ihm. Es wurde kein Wort gesprochen, denn es war ja möglich, daß einer der Kundschafter der englischen Sprache soweit mächtig war, die Worte zu verstehen.

Nach Verlauf einer halben Stunde traf man auf Winnetou, welcher, bisher weit voranreitend, hier halten geblieben war.

»Meine Brüder mögen absteigen,« sagte er. »Die Schoschonen sind hier durch den Wald nach der Höhe empor. Wir müssen ihnen folgen.«

Das war nun jetzt wegen der Gefangenen, die natürlich auf den Pferden sitzen bleiben mußten, nicht leicht. Unter den Bäumen war es vollständig dunkel. Die Männer mußten mit der einen Hand nach vorwärts tasten und mit der anderen das Pferd nach sich ziehen. Winnetou und Old Shatterhand hatten das Schwierigste übernommen. Sie schritten voran, die Pferde der Gefangenen führend. Jetzt nun zeigte es sich, welchen Wert die beiden Rappen hatten, denn diese liefen hinter ihren Herren wie die Hunde her und ließen trotz des beschwerlichen Weges nicht das leiseste Schnaufen hören, während die anderen Pferde ziemlich weit zu hören waren.

Endlich war diese große Anstrengung überwunden. Der Apache hielt an.

»Meine Brüder sind am Ziele,« sagte er. »Sie mögen ihre Pferde anbinden und dann helfen, die Gefangenen an die Bäume zu fesseln.«

Diesem Gebote wurde Folge geleistet. Die beiden Schoschonen erhielten, als sie je an einen Baum gebunden waren, Tücher vor den Mund gebunden, daß sie zwar durch die Nase atmen, aber nicht sprechen oder gar rufen konnten. Dann forderte der Apache seine Gefährten auf, ihm zu folgen.

Er führte sie nur wenige Schritte weit. Von da senkte sich die Höhe, welche man von Osten her heraufgekommen war, nach Westen zu ziemlich steil wieder abwärts. Da unten lag der Thalkessel, von welchem Winnetou gesprochen hatte, und von da leuchtete ein ziemlich großes und helles Feuer herauf. Es war natürlich ganz unmöglich, jetzt einen orientierenden Blick hinab zu thun. Man sah den Schein des Feuers, sonst aber nichts; alles andere lag in tiefer Dunkelheit.

»Also da unten sitzt mein Dicker,« meinte Davy »Was wird er machen!«

»Was ein Gefangener bei den Indianern machen kann - nichts,« antwortete der junge Baumann.

»Oho! Da kennt Ihr den Jemmy schlecht, my boy! Der hat sich ganz gewiß ausgesonnen, auf welche Weise er ohne Erlaubnis der Roten bereits heute nacht ein wenig spazieren gehen könne!«

»Das dürfte er ohne uns nicht fertig bringen,« sagte Shatterhand. »Uebrigens weiß er von mir, daß ich kommen werde, und so kann er sich sagen, daß ich Euch jedenfalls mitbringe.«


Ende des zehnten Teils - Fortsetzung folgt.



Karl May: Der Sohn des Bärenjägers

Karl May - Leben und Werk