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Die Indianer Nordamerikas – Ausstellung in der »Villa Bärenfett«


 
»
Die Sammlung ist eine der besten,
die ich auf meinen Reisen durch die Welt gesehen habe.«
 
                              Archie Fire Lame Deer, Lakota, 1983

  
Die ethnologische Indianersammlung des Karl-May-Museums gehört zu den wertvollsten in Europa. Unsere Ausstellung in der »Villa Bärenfett« präsentiert rund 800 Original-Objekte aus den wichtigsten Kulturarealen Nordamerikas des 18. bis frühen 20. Jahrhunderts.

Entstanden ist die Sammlung aus dem ursprünglichen Bestand Karl Mays, den Ankäufen Klara Mays und der reichhaltigen Sammlung des weitgereisten Artisten und Karl-May-Verehrers Patty Frank. Klara May äußerte sich dazu 1926: »Ich möchte den Lesern Freude machen und die Phantasie, die May anzuregen wusste, durch die Sammlung eines seiner Leser in die Wirklichkeit hinüberleiten.«

So einst als Museum zur ›Illustration von Karl Mays Werken‹ geplant und umgesetzt, hat sich das Karl-May-Museum inzwischen zu einer international beachteten Einrichtung entwickelt. Ziel ist es, unseren Besuchern einen authentischen Einblick in die einstige Lebenswelt und Handwerkskunst der Indianer Nordamerikas zu vermitteln.

Die Besucher finden hier mit Stachelschweinborsten oder Perlen verzierte Mokassins, Tomahawks, Adlerfederhauben ebenso wie Totempfähle, Zeremonialpfeifen, Bärenkrallenketten und können so vergleichen, ob die Wirklichkeit mit den Kenntnissen aus Indianerfilmen oder Karl-May-Büchern übereinstimmt.
  

Häuptlinge

Tlingit-Häuptling                                      Apache-Krieger                                    Irokesen-Häuptling                                  Dakota-Häuptling

 
Wissenschaftlichkeit und Indianerromantik?


»Es ist gut, dass es Karl May gab,
dadurch wussten die Europäer mehr über die Indianer als die Amerikaner.«
  
                              Richard West, Direktor des National Museum of the American Indian Smithsonian Institut, 2007


  
Durch den Museumsgarten kommend, spürt der Besucher schon beim Anblick des Wild-West-Blockhauses »Villa Bärenfett« die ›Indianerromantik‹. Die Älteren erinnern sich intuitiv ihrer Leseabenteuer in der Jugend und die kleinen Besucher sind von der Exotik des Ortes fasziniert und entdecken die Welt der Indianer auf eine ganz besondere Weise.

Die farbigen Totempfähle, der Kaminraum mit dem Braunbären und den Jagdtrophäen lassen den Besucher in eine entfernte Welt eintauchen. Jetzt können Groß und Klein entdecken, erkunden, staunen und lernen. Welche Indianerstämme gab es? Wie lebten die Apachen? Wohnten alle Indianervölker in Tipis?

Ein thematischer Schwerpunkt ist die Indianerschlacht am Little Bighorn. Anhand originaler Waffen und weiterer Zeitzeugnisse, dem berühmten Gemälde von Elk Eber, einer indianischen Schlachtenzeichnung auf Leinwand von Standing Bear, einer begehbaren Landkarte, einer Bildschirmpräsentation mit Aussagen von Zeitzeugen und der Dokumentation neuer Forschungsergebnisse können unsere Besucher sich dazu das aktuelle Wissen erschließen.


Unser Tipp für Ihren Besuch:
Lösen Sie gemeinsam mit Ihren Kindern und Enkeln das Familienrätsel und suchen die Kindertexte!

Im Museumsshop erhalten Sie unseren Kindermuseumsführer ›Auf zur Villa Bärenfett‹ und den Ausstellungskatalog ›Indianer Nordamerikas‹.
  

Villa Bärenfett

   
Aus seinem Sammlungsbestand zeigt das Karl-May-Museum über 800 attraktive museale Objekte aus dem Lebens- und Kulturkreis der nordamerikanischen Indianer:

  • Vorcolumbianische Zeit
  • Athabasken in Alaska und Kanada
  • Indianer der Nordwestküste
  • Indianer Kaliforniens
  • Puebloindianer
  • Indianer des östlichen Waldlandes
  • Waldläufer
  • Prärieindianer
  • Widerstandskampf und Geistertanzbewegung
  • Moderne indianische Kunst

Das 1928 eröffnete Museum besuchten bisher ca. 8 Millionen Gäste aus aller Welt.

  


    
Die Geschichte der Deutschen im Wilden Westen

Karl-May-Stiftung

Karl-May-Museum Radebeul